12. Mai 20261 min Lesezeit
Viele unterschätzen genau das, was sie auszeichnet. Wie ein strukturierter Blick auf Potenziale neue Wege öffnet.
Von Daniela Schlick

Im Coaching höre ich oft denselben Satz: „Ich weiß nicht so recht, was ich eigentlich gut kann." Dabei sind die Stärken meist da — sie sind nur so selbstverständlich geworden, dass man sie selbst nicht mehr sieht. Sie sichtbar und benennbar zu machen, ist der erste Schritt.
Wo stehe ich, wo will ich hin — und was bringe ich dafür mit? Ein ehrlicher Blick auf den aktuellen Punkt schafft Orientierung und nimmt den Druck, sofort die perfekte Entscheidung treffen zu müssen.
Aus diffusen „Ich kann irgendwie gut mit Menschen" wird ein konkretes Profil: Werte, Kompetenzen, Entwicklungsfelder. Wer seine Stärken benennen kann, kann sie auch im Gespräch und in der Bewerbung überzeugend vertreten.
Das Ziel ist nicht irgendeine nächste Stelle, sondern ein Weg, der wirklich passt. Mit Klarheit über die eigenen Potenziale fallen Entscheidungen leichter — und tragen länger.